25 August 2007

Woodstock, Loveparade & Co.

Gestern habe ich zuhause rumgehangen und mir nachmittags drei Stunde "Woodstock" auf Arte angeguckt - zwischen den teilweise vom Stil her heute sehr lustig anmutenden Musikbeiträgen kamen Impressionen vom Festivalgelände und der Umgebung und Interviews mit Festivalbesuchern und Anwohnern. Muß eine schöne Begegnung gewesen sein.
Mit den Ausläufern der Blumenkinder und der -68er Genreration bin ich auch noch in Berührung gekommen. Zu meiner Hochphase gab´s dann Öko´s, Punks, Popper, später u.a. NewWave und NDW. Als meine Jugendzeit längst vorbei war, registrierte ich am Rande, daß ein Großteil der Jugend der Techno-Bewegung anheim fiel und in Berlin regelmäßig eine Love-Parade stattfand, die von den gigantischen Ausmaßen wohl Woodstock schnell in den Schatten stellte. Heute gibt´s Hip-Hop, also dieses ewiggleichlangweilige Straßenkämpfer-Sprechgeblubber, ist ja glaube ich keine wirkliche Bewegung. Und heute in der konrollierten Medienschwemme werden diverse Srömungen eher von denen gezielt auf den Markt geworfen und gesteuert , die dann zum Beispiel mit den zugehörigen Klamotten etc. viel Geld verdienen werden. Was mir gestern zu Woodstock und den -68ern einfiel, war folgendes:


(Logo vom "Hippie-Blog")



Es hat vermutlich zu allen Zeiten wieder neue Jugendbewegungen gegeben und immer haben diese Jugendlichen gedacht, sie würden es später mal besser machen als ihre Eltern und die anderen Alten. Was dabei genau rausgekommen ist, also zu einer Zeit, in der ein "Durchschnittsachtundsechzigerblumenkind" etwa 55-60 Jahre drauf hat, ist das, was wir aktuell haben: Mehr Autos und Flugzeuge als je zuvor und entsprechende Klimaauswirkungen wie weltweite Überschwemmungen (ich stelle es einfach mal als zusammenhängend fest), China als größte Wirtschaftsmacht, die ihre Arbeiter als "Menschenmaterial" verpulvert, sogenannte Heuschrecken, die ähnlich rücksichtsvoll mit Menschen umgehen und vieles mehr....

Es gehört wohl einfach zum Leben dazu, daß der Mensch in jungen Jahren davon träumt, eine bessere Welt zu schaffen und später feststellen wird, daß es nicht geklappt hat. So ein Projekt ist einfach von zu vielen nicht-steuerbaren Faktoren abhängig.

1 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Du stellst dir also vor, dass die Welt wie sie heute ist von den "Durchschnittsachtundsechzigerblumenkindern" gemacht wurde...
Glaub mir, da bist du im Irrtum, auch wenn heute noch von dieser einmaligen Bewegug gesprochen wird, so waren wir in der Minderheit, zu wenige um den Geld- und Machtgierigen das Handwerk zu legen, zu wenige, um den "Normalos" den Mut zu geben von ihrem Mitläufertum abzuspringen...
Leider !!!
LG,
ein "Durchschnittsachtundsechzigerblumenkind"